Der Appennin

Die Berge der Cesane

Zwischen Fossombrone und Urbino liegen die Berge der Cesane, nicht weit von der Furlo Schlucht entfernt. Die Cesare sind fast völlig bewaldet und erstrecken sich auf eine Fläche von 1500 Hektar.
Bis ins letzte Jahrhundert wurden die Wälder der Cesane komplett abgeholzt und für Landwirtschaftliche Zwecke genutzt, eine durch die Armut verursachte Notwendigkeit dieser Zeit.
1915 wurde in einer gross angelegten Aktion mit der Aufforstung begonnen welche 1950 wiederholt bzw. vervollständigt wurde.
Dank dieses Eingriffes hat dieser Gegend zu seinem Besonderen Aussehen verholfen und wurde zu einer grünen Lunge die heute zum wandern auf 16 Wanderrouten und zum Mountain Biken einlädt.
Wer durch die Cesane wandert wird sehr wahrscheinlich mehrere der dort lebenden Tiere wie Damwild, Wildschweine, Füchse, Rehe, Steinkauz, Uhu, Falken und Eichhörnchen entdecken.

Monte Petrano

Der Monte Petrano ist ein 1162 m hoher Berg im Umbrisch-Märkischen Apennin im Hinterland von Urbino in den Marken. Auf seiner Nordwestseite ist er durch die Schlucht des Bosso vom Monte Nerone getrennt, während sich auf seiner Südostseite die Gola del Burano zwischen ihm und dem Massiv des Monte Acuto-Monte Catria entlangzieht. An einem nördlichen Ausläufer des Monte Petrano liegt das Städtchen Cagli, das so etwas wie das Zentrum der Region ist. Die Innenstadt ist vollgestopft mit Kirchen, aber das bemerkenswerteste Bauwerk ist dennoch der Torrione, ein dicker, ziemlich niedriger Turm, der aussieht wie ein steinernes Riesensilo und Teil der Befestigungsanlagen war.
Eine größtenteils asphaltierte Straße führt, ähnlich wie an den Ballons der Vogesen, am Gipfel des Monte Petrano vorbei. „Größtenteils“ will heißen, dass die Nordseite von Cagli bestens ausgebaut ist, da sie im Jahr 2009 Schlußanstieg einer Etappe des Giro d’Italia war. Der Straßenbelag auf der Südseite ist im Mittelteil brüchig und oben fast ganz verloren gegangen. Die auf manchen Karten zu findende dritte Anfahrt von Palcano her ist über einige Kilometer hinweg nicht asphaltiert und für Rennräder nicht geeignet.
Der Monte Petrano ist 40 km vom Il Giuggiolo entfernt.

Der Monte Catria

Der Monte Catria ist ein 1701 m hoher Berg im Umbrisch-Märkischen Apennin im Hinterland von Urbino in den Marken. Angeblich galt er schon dem italischen Volk der Umbrer als heilig. Die Römer hielten diesen Kult aufrecht und bauten die eine oder andere heilige Stätte an seinen Flanken. Auch im Mittelalter ging die Verehrung diese Berges weiter, denn man gründete im zehnten Jahrhundert an seiner Nordostseite das wunderschön versteckte Kloster Fonte Avellana, das von Dante Aligheri in seiner Divina Commedia erwähnt wird.
Über den Einschnitt zwischen dem Gipfel des Monte Catria und dem des benachbarten Monte Acuto (1668 m Höhe) führt eine asphaltierte Straße, auf der man von Chiaserna in der Nähe von Cantiano nach Frontone in der Nähe von Cagli gelangt. Man könnte sich den Weg auch ersparen, denn schneller und einfacher ist es, durch die Gola del Burano zu fahren, eine enge, leider von einer Schnellstraße zerschnittene Schlucht zwischen Cagli und Cantiano. Dann verpaßt man aber eine einsame, sich durch eine stille Bergwelt schlängelnde Straße, die jeder einmal gesehen haben sollte, der in der Gegend zu Gast ist. Zudem ist sie in gutem Zustand dank des Besuchs des Giro d’Italia in 2009.
Nach Meinung des Autors ist die Fahrt am Monte Catria vorbei in ihrer Gesamtheit die schönste Strecke, die die drei Monte der Region zu bieten haben. Das einzige Manko ist, dass man nicht am Kloster vorbeikommt, das ein paar Kilometer östlich liegt und über eine Nebenstraße von Frontone aus zu erreichen ist.
Direkt südlich schließt sich an das Massiv des Monte Catria der schon in Umbrien gelegene Parco del Monte Cucco an. Die Auffahrten des Monte Cucco (1566 m Höhe), zum Beispiel zum Pian di Monte/Val di Ranco, lassen sich mit dem Monte Catria ohne Probleme in einer Tagestour verbinden.
Der Monte Catria ist 50 km vom Il Giuggiolo entfernt.

Monte Nerone

Der Monte Nerone ist ein 1525 m hoher Berg im Umbrisch-Märkischen Apennin im Hinterland von Urbino in den Marken. Obwohl nicht der höchste Berg der Region – das ist der Monte Catria – ist er doch ein so prominenter Buckel, dass man ihm einen eigenen Internetauftritt bereitgestellt hat.

Zur Entstehung seines Namens gibt es zwei interessante Geschichten.
Geschichte 1: Der Berg ist nach Gaius Claudius Nero benannt, einem römischen Konsul, der einer der zwei Anführer des römischen Heeres war, das 207 vor Christus in der Schlacht am Metaurus die Karthager unter Hasdrubal, dem Bruder Hannibals, schlug. Heutzutage heißt der Fluß Metauro, sein Tal liegt ein Stück nördlich des Monte Nerone. Der Ausgang der Schlacht am Metaurus war enorm wichtig für die Römer, denn hätte es Hasdrubal geschafft, seine Truppen mit denen seines Bruders zu vereinen, wäre dies möglicherweise die entscheidende Verstärkung gewesen, die es Hannibal erlaubt hätte, Rom im Zweiten Punischen Krieg in die Knie zu zwingen.
Geschichte 2: Der Berg ist nach einem gewissen Domizio Nerone benannt, der aus nicht überlieferten Gründen von Jupiter mit dem Tod durch einen Blitzschlag bedroht wurde und sich sich in eine Grotte am Berg flüchtete. Eines klaren Tages wagte er sich aus seiner Höhle hervor, prompt erschien eine Wolke und der Blitz zuckte herab…. finito, caro Domizio!
Beide Geschichten stimmen aber wahrscheinlich nicht, denn plausibler ist, daß der Monte Nerone seinen Namen wegen der schwarzen Wolken trägt, in die er oft gehüllt ist. Sein abgesperrter Gipfel wird geziert von Antennenanlagen des italienischen Heeres und von einem Sender der RAI. Der Kammbereich um den Gipfel herum ist weitläufig und gesäumt von Bergwiesen, auf denen u.a. Pferde frei herumstreunen.
Man erreicht den Monte Nerone auf drei verschiedenen Varianten, die alle asphaltiert sind, wodurch sich gewisse Ähnlichkeiten mit dem Mont Ventoux ergeben. Deswegen wird er vor Ort auch als „Il Ventoux delle Marche“ bezeichnet. Die drei Varianten vereinen sich unterhalb des Gipfels, der über eine Sackgasse zu erreichen ist. Die zwei Varianten über die Westflanke des Berges, sprich über Serravalle di Carda bzw. Cerreto, sind im Vorfeld des Giro d’Italia 2009 gut ausgebaut worden, während die Variante von Norden her über weite Strecken ein wilder Knüppelpfad ist. Nichtsdestotrotz müssen die Teilnehmer des Brevetto del Nerone von allen Seiten auf den Berg hinauf.
Wer ihn nur einmal fährt und dann nach weiteren Betätigungsmöglichkeiten sucht, der kann die anderen beiden monti der Gegend besichtigen oder von Piobbico aus über die Bocca Seriola in Richtung Città di Castello nach Umbrien überwechseln.

Marmite dei Giganti

In San Lazzaro, am Fluss Metauro kann man eine in ganz Mittelitalien einzigartige Steinformation bestaunen: „Le Marmite die Giganti“.
Diese durch Erosion entstandenen Formationen, auch „Hexenkessel“ genannt kann man von einer Brücke, der Ponte di Diocleziano, oder von einem Weg im Kessel entlang besichtigen.
Die „Marmite dei Giganti“ sind 12 km vom Il Giuggiolo entfernt.