Die antiken Dörfer

Urbino

Eine antike Stadt und eine der wichtigsten Zentren der italienischen Renaissance.
Seit 1998 ist der historische Stadtkern UNESCO Weltkulturerbe.

Der Herzoglicher Palast (Palazzo ducale)

Der Palazzo Ducale der Herzöge von Urbino ist das bedeutendste Bauwerk der Stadt. Es wurde unter Federico da Montefeltro von Luciano Laurana, einem dalmatinischen Architekten, errichtet. Laurana war von Filippo Brunelleschis Bauten in Florenz beeindruckt. Der Palast wurde im 20. Jahrhundert teilweise als Regierungsgebäude genutzt. Er beherbergt die Galleria Nazionale delle Marche, eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen der italienischen Renaissance.

Der Dom

Der alte Dom fiel 1789 einem Erdbeben zum Opfer. Auf seinen Trümmern wurde der neue Dom Santa Maria Assunta an der Piazza Duca Federico im klassizistischen Stil von dem Architekten Giuseppe Valadier errichtet und 1801 vollendet.

Kirche San Domenico

Sie liegt gegenüber dem Palazzo Ducale. An dem Renaissanceportal ist die Kopie der Figurengruppe Madonna mit Kind und Heiligen zu sehen. Das Original von Luca della Robbia (1451) befindet sich in der Nationalgalerie im Palazzo Ducale.

Oratorio di San Giovanni

Das Dach des Oratoriums in der Via Mazzini hat die Form eines Schiffsrumpfes. Im Inneren befinden sich auf der rechten Wand Fresken der in den Marken geborenen Brüder Lorenzo und Jacopo Salimbeni mit Szenen aus dem Leben Johannes’ des Täufers. Auch die Kreuzigungsdarstellung über dem Hauptaltar von 1416 stammt von den Brüdern Salimbeni.

Kirche San Francesco

Die Kirche hat eine Vorhalle und einen stattlichen Campanile. Hinter dem linken Seiteneingang befindet sich die Grabplatte der Eltern Raffaels.

Das Geburtshaus Raffaell’s

Das Geburtshaus Raffaels liegt in der Via Raffaello. Es ist eingerichtet mit Mobiliar aus verschiedenen Jahrhunderten und Bildern, meist Kopien bedeutender Werke aber auch Originale, so in der Sala Grande die Verkündigungsszene von Raffaels Vater Giovanni.

Kloster Santa Chiara

Das ehemalige Kloster Santa Chiara dient heute als Eingangshalle für die ISIA Urbino, eine Kunsthochschule. Das Kloster wurde nach den Plan von Francesco di Giorgio Martini errichtet und im 16. und 17. Jahrhundert umgestaltet.
Urbino ist 30 km vom ‚Il Giuggiolo‘ entfernt.

Pergola

Diese kleine Stadt (im 13. Jh. gegründet) liegt in einem Gebiet, das schon in der Vorgeschichte von verschiedenen Völkern bewohnt wurde. Umstritten zwischen den Familien Malatesta und Montefeltro, fiel es dem Herzogtum Urbino zu, das hier eine mächtige Burg nach den Plänen von Francesco di Giorgio Martini bauen ließ, von der uns leider nur Ruinen erhalten bleiben. Unter der Herrschaft des Kirchenstaates (1631), als Pergola zur Stadt erhoben wurde, erlebte es seinen wirtschaftlichen Höhepunkt. Am 8. September 1860 erhob sich die Stadt gegen den Kirchenstaat und bewirkte einen Aufstand in den Marken, der dazu führte, daß piemontesische Truppen einmarschierten und einen Anschluß der Marken an das Königreich Italien ermöglichten. Hier kann man zahlreiche Denkmäler und Kunstwerke bewundern, wie die gotische Kirche San Giacomo (13. Jh.) im ehemaligen Augustinerkloster (dort befindet sich auch das „Centro Operativo Museale“, wo die berühmten vergoldeten Bronzen untergebracht sind) und die Kirche S.Francesco mit einem wunderschönen Spitzbogenportal aus dem 14. Jahrhundert. Sehenswert sind ferner der Dom, die Kirchen Santa Maria Assunta, Re Magi, Sant’Andrea und Santa Maria delle Tinte. Etwas kleiner sind die Kirchen Sant’Orsola, San Marco, San Rocco – mit einer wunderschönen Kassettendecke, San Vitale, San Biagio, Santa Maria di Piazza und, etwas außerhalb des Ortszentrums, Santa Maria dell’Olmo, die Kirchen Chiesa dei Cappuccini, Sant’Antonio da Padova und das Oratorium der Himmelfahrt in Palazzolo. Zu den nennenswerten öffentlichen Gebäuden zählen das Rathaus (18. Jh.), der antike Herzogspalast, der Palast der Malatesta und das Theater Angelo Dal Foco aus dem 18. Jahrhundert, das kürzlich renoviert wurde. Im Ortsteil Cartoceto hat man im Jahr 1946 zahlreiche Fragmente einer römischen Statuengruppe gefunden. Sie wurden sorgfältig wieder zusammengesetzt und restauriert und sind heute als vergoldete Bronzestatuen aus Cartoceto bei Pergola bekannt. Gastronomie: Passatelli mit Steinpilzen, Pappardelle mit Wildschweinsauce, Gans auf Fenchelkraut, Stockfisch mit Kartoffeln, Cantucci.
Pergola liegt 18 km von ‚Il Giuggiolo‘ entfernt

Mondavio

Dieses antike Schloß liegt auf einem Hügel und beherrscht mit seinen Türmen, Glockentürmen, dem malerischen Mauerring und der imposanten Burg das Landschaftsbild. Schon im 14. Jahrhundert war das Dorf ein Schloß und bildete gemeinsam mit anderen Dörfern der Umgebung ein Vikariat, das für lange Zeit über 18 Schlösser herrschte. 1474 fiel Mondavio in den Besitz von Giovanni Della Rovere, der Francesco di Giorgio Martini damit beauftragte, die imposante Rocca Roveresca zu errichten, in der heute das „Szenische Museum für Geschichte“ und eine umfangreiche Waffensammlung untergebracht sind. Bis 1631 wurde Mondavio, gemeinsam mit dem Territorium des antiken Vikariats, an das Herzogtum Urbino angeschlossen. Innerhalb des Mauerringes, auf der Piazza und in den charakteristischen Gassen findet man das strenge Rathaus, die antike Kirche und das Kloster S.Francesco, die im 18. Jahrhundert renoviert wurden, sowie die Kollegiatkirche „Santi Pietro e Paterniano“, die im 16. Jahrhundert von Bartolomeo Genga erbaut und im 18. Jahrhundert erweitert wurde. Das kleine Theater Apollo ist im 19. Jahrhundert entstanden. Einen prächtigen Eindruck vermittelt die historische Wildschweinjagd mit prunkvollen Kostümen aus der Renaissance. Gastronomie: Tacconi, Wildschwein auf Fenchelkraut, Vinsanto „Mons Avium“.
Mondavio ist 13 km von ‚Il Giuggiolo‘ entfernt.

Corinaldo

Corinaldo liegt zwischen den Flüsssen Cesano und Misa im Hinterland von Senigallia. Es wurde im Jahre 1367 dank eines Erlasses von Papst Urbano V wieder aufgebaut und mit der bis heute erhaltenen Stadtmauer eingefasst.
Diese Stadtmauer ist die best erhaltene, imposanteste und längste der Marken und die am besten erhaltene mittel Italiens.
Im 16. Jahrhundert errichteten adlige Familien Anwesen, knüpften ökonomische, politische und kulturelle Verbindungen und bereicherten so die Stadt mit Meisterwerken der Kunst.
Es wurden auch zahlreiche Religiöse und Zivile Bauwerke und Monumente errichtet, allesamt perfekt konserviert.
Unbedingt besichtigen sollte man: Das Gemeindehaus, den ehemaligen Konvent der Agostiani, das Stadttheater und Heiligtum der Santa Maria Goretti.
2007 wurde Corinaldo offiziell zu den „Schönsten Dörfern Italiens“ ernannt.
Corinaldo ist 20 km von ‚Il Giuggiolo’ entfernt.

Gradara

Auf einem auf das Meer blickenden Hügel liegt malerisch Gradara, das von einem robusten Mauerring umgeben ist. Die Burg war Residenz der Malatesta, die zwei Mauerringe mit 17 zinnengekrönten Türmen und drei Zugbrücken bauen ließen. Danach ging die Burg in den Besitz der Sforza über, die im Inneren einen wundervollen Bogengang und ein Prunktreppe hinzufügten, ferner Fresken in den Räumen, wo Lucrezia Borgia nach ihrer Heirat mit Giovanni Sforza drei Jahre lang gelebt hat (1493). Bevor Gradara vom Herzogtum Urbino an den Kirchenstaat überging (1631), stand es unter der Herrschaft der Della Rovere. Nachdem die Burg fast drei Jahrhunderte verlassen blieb, investierte Umberto Zanvettori 1920 seine Ressourcen in den schrittweisen Aufbau der Festung, bis sie in der Folge in den Besitz des italienischen Staates überging (1983). Heute weist Gradara einen imposanten Ortskern mit befestigen Mauern und Wachtürmen auf; zwischen den alten Wohnhäusern des Ortes stehen die Kirchen S.Giovanni Battista – mit einem wertvollen Holzkruzifix aus dem 15. Jahrhundert – und SS.Sacramento, wo ein Altarbild von Antonio Cimatori zu bewundern ist (1595). In der Burg wird das kostbare Gemälde „Madonna“ verwahrt, das Giovanni Santi 1484 für die antike Pfarrkirche S.Sofia gemalt hat. Einer jahrhundertealten Überlieferung zufolge, soll Giovanni Malatesta, „lo Sciancato“ genannt, die Liebenden Paolo Malatesta und Francesca da Polenta in der Burg von Gradara ermordet haben. Diese Geschichte wurde in den unsterblichen Versen von Dante Alighieri verewigt. Gastronomie: Strozzapreti, Bohnensuppe mit Nudeln, gegrilltes Fleisch, Weine mit der Ursprungsbezeichnung D.O.C. (Colli Pesaresi).